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Umweltschule


 

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
Das Projekt „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ ist eine gemeinsame Initiative des Hessischen Kultusministeriums und des Umweltministeriums. Gewürdigt wird dabei auch die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Unterstützt werden die Schulen in diesem Prozess vom Beratungsnetzwerk der hessischen Umweltbildungszentren und einer zentralen Landeskoordination. Auf ihrem Weg zur Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung werden den teilnehmenden Schulen Fortbildungen, Fachtagungen und persönliche Hilfestellung angeboten.
Die Ausschreibung „Umweltschule“ gibt es in Hessen seit 1999 und richtet sich an jede Schulform. 2012 wurde die Initiative „Umweltschule“ von der Deutschen UNESCO-Kommission als „Offizielle Maßnahme der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Schon die Jüngsten für Nachhaltigkeit begeistern
Das Programm Umweltschule steht dafür, schon die Jüngsten für Nachhaltigkeit zu begeistern. Dabei geht es nicht nur um klassische Umweltthemen, sondern auch um Klimawandel, nachhaltigen Konsum, soziale Gerechtigkeit oder globale Entwicklungszusammenhänge.
Seit 2011 werden südhessische und nordhessische Schulen jährlich wechselnd ausgezeichnet. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich der Zeitraum für die Projektarbeit der Schulen auf zwei Jahre ausdehnt und dementsprechend auch die Auszeichnung für zwei Jahre Gültigkeit besitzt.

Erneute Auszeichnung am 20.09.2018
Zusammen mit fast 200 Schulen aus Hessen, hat sich die RFES mit weiteren Projekten zur Umweltbildung an der landesweiten Ausschreibung beteiligt. Zusammen mit 82 anderen hessischen Schulen wurde sie am 20. September 2018 für die erfolgreiche Teilnahme von Hessens Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser erneut als Umweltschule ausgezeichnet. Gewürdigt wurden das Schülerunternehmen „Clobberpillow“ und die Entwicklung eines Müllkonzepts an der RFES in Fritzlar und Homberg.
Schulleiter Frank Wetzlaugk dankte allen Schülern und Schülerinnen sowie den beteiligten Lehrkräften für ihr Engagement in Sachen Umweltbildung und nahm stellvertretend für die Schule die begehrte Auszeichnung „Hessische Umweltschule“ bei der Auszeichnungsveranstaltung entgegen. Die Auszeichnung nimmt die Schule zum Anlass, das Thema Umweltbildung und Nachhaltigkeit im Schulleben und in den Unterrichten noch mehr einzubringen. Weitere ideenreiche Projekte sind bereits in Planung.

Hintergrund
Schülerunternehmen „Cobberpillow“
Die Schüler und Schülerinnen der FOS 12 WH haben sich im Rahmen ihres Projektunterrichts gemeinsam mit ihren Fachlehrern, Peter Neugeboren und Marc Steinhäuser mit nachhaltiger Umweltbildung durch bereits genutzte Stoffe und Upcycling beschäftigt. Das als Juniorprojekt gegründete Schülerunternehmen produziert Kissen aus nachhaltigen Rohstoffen. Gefertigt werden die Kissen aus neuen, aber auch alten Stoffen (Kleidung, Bettlaken etc.), die in Sammelaktionen beschafft werden. Als Füllung bieten die Schüler/-innen unterschiedliche Varianten wie z.B. nachhaltige Bio-Schafswolle von einem ortsansässigen Schäfer, gehobelte Sägespäne (fein und grob), feine Metallspäne und geschreddertes Papier an. So entstanden im Laufe letzten Schuljahres Kissen, die vollständig nachhaltig aus umweltfreundlichen bzw. bereits genutzten Materialien produziert worden sind.

Entwicklung eines Müllkonzepts an der RFES in Fritzlar und Homberg
Das Projekt zielt darauf ab, Schüler/-innen für die Thematik der Müllvermeidung und Mülltrennung zu sensibilisieren und zu einem verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit diesem zu erziehen. Primäres Ziel ist die Müllvermeidung. Nichtvermeidbarer Müll soll zu einem möglichst hohen Anteil sortenrein getrennt werden, um ihn anschließend der Wiederverwertung zuzuführen. Die Schüler und Schülerinnen der Umwelt AG informieren dazu alle Klassen zu Beginn ihrer Schulzeit an der RFES ausführlich über das Thema „Müll“, in allen Klassenräumen sind Plakate zur richtigen Mülltrennung angebracht worden. Auch eine Neugestaltung des Müllsammelbereichs der Schule ist in Planung. Außerdem finden verschiedene Aktionstage mit ausgewählten Klassen statt, so wurde z.B. ein Aktionstag zum Thema „Meeresverschmutzung durch Müll“ durchgeführt. In den nächsten Wochen ist ein Aktionstag zum Thema „Ökologische Lebensweise“ geplant.

Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule
Schladenweg 41 | 34560 Fritzlar | Tel.: (05622) 915358
Hans-Staden-Allee 12 | 34576 Homberg (Efze) | Tel.: (05681) 930343